12.11.2016, von Raphaela Behrens

THW hautnah

Am 12. November fand auf dem Gelände des Ortsverbandes eine Ausbildung im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit statt. Reservisten des Kreisverbindungskommandos Solingen nutzten die Gelegenheit, um sich über die Arbeit des Technischen Hilfswerks zu informieren.

Uns allen sind die Bilder aus vergangenen Hochwassern an der Elbe oder an der Oder noch immer im Gedächnis. THW-Einsatzkräfte und Bundeswehrsoldaten verteidigen gemeinsam die Deiche. In den meisten Fällen sind das die einzigsten Berührungspunkte zwischen THW und Bundeswehr.

In einer Stationsausbildung konnten sich die Reservisten nun ein Bild davon machen, was das THW leistet und wie der „Baukasten“ THW funktioniert. In einer theoretischen Einführung wurde zunächst der Aufbau des Ortsverbandes und die THW-Struktur erläutert, bevor es ganz nach Konfuzius hieß: „Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass mich tun und ich verstehe.“

An vier vorbereiteten Stationen konnte dann selbst angepackt werden und schnell wurde klar: „Doch nicht alles so einfach“.

Natürlich durfte der Sandsackverbau nicht fehlen und so ging es direkt an der ersten Station darum, einen Deich zu verteidigen. Dabei wurde neben einem Sandsackdamm, wie er zB zur Erhöhung von Deichen eingesetzt wird, errichtet. Zudem wurde der Aufbau und die Funktion einer sogenannten „Quellkade“ erläutert. 

Nach dieser kleinen „Aufwärmübung“ ging es mit den Themen „Rettung aus Höhen und Tiefen“, „Pumpen“ und „Führung und Kommunikation“ weiter. Neben dem Einbinden in die Trage und der „Schiefen Ebene“ wurden Schläuche für die Großpumpe verlegt und die Pumpkapazität der „Hannibal“-Pumpe mit 10.000 l/min demonstriert.

Aber nicht nur das Arbeiten mit Muskelkraft stand auf dem Programm, bei der Fachgruppe „Führung & Kommunikation“ ging es ans Denken. Neben einer Vorstellung der Ausstattung der Fachgruppe, wurde die Arbeit im Anhänger „Führung & Lage“ demonstriert. Zunächst wurden die Aufgaben der Sachgebietsleiter erklärt, bevor die Soldaten diese in einem Übungsszenario zum Thema „Hochwasser“ unter fachkundiger Anleitung anwenden durften.

„Wir möchten uns für einen spannenden Tag mit vielen Einblicken bedanken und würden uns freuen, wenn wir solche Ausbildungsveranstaltungen in Zukunft wiederholen könnten“, zog Oberstleutnant de Vries ein durchweg positives Resümee. Bei einem gemeinsamen Ausklingen des Ausbildungstages zogen beide Seiten ein positives Feedback und führten die fachlichen Gespräche bis in die Abendstunden fort.


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